Die Zeit trifft den Raum

Beziehungen voller Inspirationen

Das erste elektronische Buch von  > R V I <   .25.o9.2oo6.




1. Kapitel

Vorstellung eines neuen Gedanken


Es ist schon ein komisches Gefühl, sicher zu sein einen Gedanken zu haben, den vorher niemand hatte. Das dachte Hein- Richard Rich heute zum ersten Mal in seinem Leben. Und es überraschte ihn sehr. Er mußte gleich das Haus verlassen obwohl er seine Idee gerade ausgiebig genoß.
Noch zwei Minuten, dann kommt er pünktlich zu seiner Arbeit. Er fühlte sich unruhig auf dem Weg und schaute den Passanten in die Augen, ob sie ihm seine Nervosität ansahen. Nach einer Weile merkte er, wie seine Blicke mehr Aufmerksamkeit erregeten als seine innere Unruhe. Er hörte auf zu gucken, jedenfalls in die Augen.




Nach Feierabend ging er in ein Caffè um den Gedanken wieder zu finden. Er ging in ein fremdes Cafe und es gelang ihm. Der Gedanke stellte sich nun etwas anderst vor. Beruhigt flüsterte Hein- Richard "ER LEBT !" Ja, das tat ER tatsächlich. Es wundert Hein- Richard immer wieder wie Leute ihn dabei beobachten drei Löffel Zucker in seinen Kaffee zu rühren. Es machte ihm nicht so viel aus, er war sich seines Geschmacks gewiss, aber nie ganz warum er beobachtet wird. Er erinnerte sich an den morgen und vermied Blicke in die Augen um mehr zu erfahren. So blieb seine Auffälligkeit nicht lange beim Zucker im Kaffee. Sein kurzer Aufschrei wurde wohl doch als schlechter Scherz wahrgenommen und deshalb schnell ignoriert.




Hein- Richard war nach der Arbeit sehr müde und wollte gleich nach seinem Kaffee erstmal ausruhen oder sogar schlafen. Das es im nicht gelang lag nicht am Koffein. Er wollte keine Sekunde verpassen von dem was ihm einfiel. Das war allerdings so viel, dass er eine Ablenkung brauchte. Schlafen oder Ausruhen hätte ihn wahrscheinlich zur Explosion gebracht. Er entschied sich noch etwas zu bummeln. Dabei dachte er, der Ganze mist fällt ihm doch blos ein weil er mal wieder zu viel Zeit hat. Womit er auch nicht ganz falsch lag, er vergaß es einfach oft oder verdrängte es. Beim Bummeln findet sich Hein- Richard große Klassse. Die Sinnlosigkeit gleitet in einem großen Bogen um ihn herum und er genießt in vollen Zügen was ihn umgibt. Er wird ruhiger und fängt an seine Gedanken zu sortieren.




Seine Einkommenssteuererklärung kann er noch etwas aufschieben. In der Erinnerungsmahnung vom Finanzamt steht bis mitte September. Er muß noch etwas Einkaufen gehen und später wegen der Arbeit morgen anrufen. Das wars schon, freie Bahn zum Abendprogramm. Im Notizbuch steht MACH WAS ! Die Formulierung ist absichtlich, es steht nämlich nicht dabei was er machen soll. Es gilt Alles ! Aber was machte er heute abend. Ein Plan fällt im schwer. Eine Verabredung hätte er in den letzten Tagen treffen müßen, die sind vorbei.




Nach der Pflicht verläßt er sich wieder auf sein Glück und seine Inspiration auf dem Weg in die Stadt. Die kleinen Spaziergänge helfen ihm der schnellen Langeweile den Gar aus zu machen. Seine Aufmerksamkeit ist wenig ausgerichtet und überrascht ihn gerne mit Merkwürdigkeiten und echten Situationen. Laufen üben ist so zum Beispiel eine Art Alltagsyoga, sieht er ein Tier versucht er dessen natürliche Bewegung in seine eigene einfließen zu lassen. Knochen, Muskeln, Sehnen und Haut bekommen einen uralten Spass am eigenen Leib zu spüren und saugen der Welt tiefste Geheimnisse aus. Nach ein Paar Minuten ist Hein- Richard dann wieder bei sich und schrumpft auf eine für Menschen gesündere Größe.
An der Ampel kreuzen sich Wege manchmal auch mit bemerkenswerten Frauen. Das Rot macht der Aufmerksamkeit für Reize etwas Luft. Stehen bleiben, umschauen, Zeit nutzen und etwas einsammeln, weiter gehen bei Grün. Wunderbar, solange die Richtung zum Ziel führt. Das Ziel von Hein- Richard ist nicht so einfach zu beschreiben. Seine eigene Geduld wird dabei auf eine harte Probe gestellt, seine lange Vorbereitung ist vorbildlich. Momente sind für seine Sinne und Seele so imens Intensiv, dass sein Bewußtsein die plötzlich verlorene Erinnerung vergebens sucht und Alarm meldet weil es sich so leer vorkommt. In der belebten Strasse ist das kein Thema, die öffentliche Einsamkeit erlaubt zur Begrüßung auch kurze Momente. Für den Alarm zu lang, er bleibt aus.



Beim Telefonladen schaut Hein- Richard nach den neusten Handies. Das geht immer schnell, seine Blicke langweilen sich an den Werbeinformationen. Im Plattenladen stellen sich neue Veröffentlichungen und wiederentdeckte Trends vor. Er hört Musik im Ohr und grinst zufrieden in die Welt. Geschaft, hellwach ist er am Start um den kommenden Abend zu erleben. Mitten unter ortsfesten Menschen. Der neue Gedanke ist hinter ihm und geht mit in seine Richtung.



> In dieser Einöde ist Nichts und Niemand zu gebrauchen. Der letzte gute Gedanke der hier vorbeikam kehrte nicht wieder zurück. Alle Anderen sind seitdem vorher abgedreht. Ja, es gibt einen Ausweg ... ,





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